Über die Musik in Nauheim
Hier ist der gute Ton zu Hause
Zwei Stunden, ein paar Minuten und einige Sekunden brauchte der Nauheimer Peter Bajus vor rund zweihundert Jahren, um einen Weg von acht Poststunden, so das damals übliche Maß, zurück zulegen. Als "fliegender Mensch", als Wunderläufer, wurde Peter Bajus, am 13. Juli 1795 geboren,
in der nationalen und internationalen Presse gefeiert. Hätte er denn an
Olympischen Spielen teilgenommen, die Goldmedaille wäre ihm sicher gewesen. Der Weg nach Frankfurt, Mainz, Wiesbaden oder Darmstadt war für Peter Bajus ein kurzer.
Wer heute in der Musikgemeinde Nauheim lebt, erreicht die kulturellen und wirtschaftlichen Zentren der Region Rhein-Main erheblich schneller und bequemer. Die optimale Verkehrsanbindung an das Autobahnnetz, eine eigene Bahnstation und der Anschluss an das S-Bahnnetz der Region machen Wohnen und Leben in Nauheim angenehm, ohne dadurch beeinträchtigt zu sein.
In klimatisch gemäßigter Zone, zwischen Rhein und Neckar, hat sich am Schwarzbach eine Gemeinde entwickelt, die durch die Internationalität ihrer Bürger geprägt ist und in der dennoch der dörfliche Charakter erhalten blieb. Rund um das Alte Rathaus erinnern historische Hofreiten an die Gemeinde, die im Jahr 851 erstmals im Codex des Klosters Lorsch erwähnt wurde. Im Heimatmuseum zeugen Exponate aus vorchristlicher Zeit von der Herrschaft der Römer.
Wechselhaft war die Geschichte der Gemeinde, die mal verschenkt, vererbt
oder auch verkauft wurde. Die Herren von Heusenstamm, Falkenstein, die
Kurfürsten von Tier, das Haus Sayn, die Grafen von Hanau, Isenburg und
Kronberg und die Landgrafen von Hessen haben die Geschicke der
bäuerlichen Gemeinde bestimmt. Die Nauheimer waren und sind seit
Jahrhunderten eine in sich verschworene Gemeinschaft und dennoch immer
bereit, Fremde wohlwollend aufzunehmen. Zeiten der französischen
Besatzung in den vergangenen Jahrhunderten haben sie gelassen toleriert,
ihre Straßen, entsprechend den Wünschen der Eroberer, umbenannt.
Französisch war mal Amtssprache, und als die Amerikaner im Jahr 1945
die weißen Fahnen akzeptierten, da erinnerte sich so mancher aus der
Dorfgemeinschaft an jene Mitbürger, die rund hundertfünfzig Jahre zuvor
in "gods own land" ausgewandert waren. Der Heimat- und Museumsverein,
einer der besonders aktiven unter den annähernd einhundert Vereinen der
Gemeinde, verfügt über ein Archiv, das in der Region Vorbildcharakter hat.
Das Vereinsleben hat in der Gemeinde einen hohen Stellenwert. Über
zehntausend Einwohner leben heute in Nauheim. Wie viel Tausend in den
Vereinen organisiert sind, ist schwer zu schätzen. Am Festumzug,
anlässlich der 1150-Jahrfeier im Jahr 2001 nahmen über dreitausend
Kinder, Jugendliche und Erwachsene teil. Fast alle sind ins Vereinsleben
eingebunden. Von den Freunden der Segel- und Sportflieger bis zum Obst-
und Gartenbauverein reicht das Engagement.
Kultur, Kulturelles hat einen besonderen Stellenwert in der Gemeinde. Mit der Expansion nach dem zweiten Weltkrieg, als Heimatvertriebene aus dem Erzgebirge, aus Böhmen, aus dem Sudetenland in Nauheim eine neue Heimat fanden, etablierte sich die Musikindustrie, war Grundlage auch für wirtschaftliche Expansion. Kunstwerke sind auch die "Nauheimer Kuppeln". Industriell hergestellte Kunststoffüberdachungen für Gebäude und Unternehmen, die sich durch moderne Industriekultur auszeichnen. Sie sind ein Markenzeichen, das Nauheims Ruf weltweit festig.
Musikinstrumente wurden und werden in international renommierten
Unternehmen hergestellt und weltweit vertrieben. Auch Bill Clinton,
ehemals Präsident der Vereinigten Staaten, weiß ein Saxophon, das aus
Nauheim kommt, zu schätzen. Musiker, denen Musik im Blut liegt, holen
sich den guten Ton aus Nauheim. Musik gehört in Nauheim zum Alltag.
Schon im Vorschulalter werden Kinder an das Musizieren, das unter anderem von der Nauheimer Musikschule angeboten wird, herangeführt.
Jugendmusikorchester musizieren auf dem Nauheimer Musikfest, das in jedem Jahr stattfindet - oder gehen auf Tournee ins Ausland. Musik wird
kultiviert, findet seinen Höhepunkt in Konzerten vor historischem Ambiente. In Nauheim ist der gute Ton zu Hause. Ob Klassik, Musical oder Irish Folk - ein interessiertes Publikum füllt die Säle, in denen auch Theater gespielt wird. Die Schauspieler - natürlich Nauheimer, die weit mehr als Laienschauspieler sind. Nauheim ist eine große Freilichtbühne: Im Regionalpark sind Jogger unterwegs, in den angrenzenden Wäldern erleben Naturfreunde eine einzigartige Flora und Fauna und auf den bäuerlichen Anwesen, bei den Direktvermarktern, entstehen Kontakte zwischen Alt- und Neubürgern, die Grundlage einer neuen Lebensqualität sind: In einer Gemeinde, in der Romantik und Standortbestimmung für die Zukunft nicht Widerspruch sind.
Musik gehört dazu - wann immer Nauheimer und ihre Freunde sich treffen:
Am Schwarzbach, in den Partnergemeinden Born, in Holland, in
Charvieu-Chavagneux, in Frankreich und überall dort, wo der gute Ton zu
Hause ist.
Zwei Stunden, ein paar Minuten und einige Sekunden brauchte der Nauheimer Peter Bajus vor rund zweihundert Jahren, um einen Weg von acht Poststunden, so das damals übliche Maß, zurück zulegen. Als "fliegender Mensch", als Wunderläufer, wurde Peter Bajus, am 13. Juli 1795 geboren,
in der nationalen und internationalen Presse gefeiert. Hätte er denn an
Olympischen Spielen teilgenommen, die Goldmedaille wäre ihm sicher gewesen. Der Weg nach Frankfurt, Mainz, Wiesbaden oder Darmstadt war für Peter Bajus ein kurzer.
Wer heute in der Musikgemeinde Nauheim lebt, erreicht die kulturellen und wirtschaftlichen Zentren der Region Rhein-Main erheblich schneller und bequemer. Die optimale Verkehrsanbindung an das Autobahnnetz, eine eigene Bahnstation und der Anschluss an das S-Bahnnetz der Region machen Wohnen und Leben in Nauheim angenehm, ohne dadurch beeinträchtigt zu sein.
In klimatisch gemäßigter Zone, zwischen Rhein und Neckar, hat sich am Schwarzbach eine Gemeinde entwickelt, die durch die Internationalität ihrer Bürger geprägt ist und in der dennoch der dörfliche Charakter erhalten blieb. Rund um das Alte Rathaus erinnern historische Hofreiten an die Gemeinde, die im Jahr 851 erstmals im Codex des Klosters Lorsch erwähnt wurde. Im Heimatmuseum zeugen Exponate aus vorchristlicher Zeit von der Herrschaft der Römer.
Wechselhaft war die Geschichte der Gemeinde, die mal verschenkt, vererbt
oder auch verkauft wurde. Die Herren von Heusenstamm, Falkenstein, die
Kurfürsten von Tier, das Haus Sayn, die Grafen von Hanau, Isenburg und
Kronberg und die Landgrafen von Hessen haben die Geschicke der
bäuerlichen Gemeinde bestimmt. Die Nauheimer waren und sind seit
Jahrhunderten eine in sich verschworene Gemeinschaft und dennoch immer
bereit, Fremde wohlwollend aufzunehmen. Zeiten der französischen
Besatzung in den vergangenen Jahrhunderten haben sie gelassen toleriert,
ihre Straßen, entsprechend den Wünschen der Eroberer, umbenannt.
Französisch war mal Amtssprache, und als die Amerikaner im Jahr 1945
die weißen Fahnen akzeptierten, da erinnerte sich so mancher aus der
Dorfgemeinschaft an jene Mitbürger, die rund hundertfünfzig Jahre zuvor
in "gods own land" ausgewandert waren. Der Heimat- und Museumsverein,
einer der besonders aktiven unter den annähernd einhundert Vereinen der
Gemeinde, verfügt über ein Archiv, das in der Region Vorbildcharakter hat.
Das Vereinsleben hat in der Gemeinde einen hohen Stellenwert. Über
zehntausend Einwohner leben heute in Nauheim. Wie viel Tausend in den
Vereinen organisiert sind, ist schwer zu schätzen. Am Festumzug,
anlässlich der 1150-Jahrfeier im Jahr 2001 nahmen über dreitausend
Kinder, Jugendliche und Erwachsene teil. Fast alle sind ins Vereinsleben
eingebunden. Von den Freunden der Segel- und Sportflieger bis zum Obst-
und Gartenbauverein reicht das Engagement.
Kultur, Kulturelles hat einen besonderen Stellenwert in der Gemeinde. Mit der Expansion nach dem zweiten Weltkrieg, als Heimatvertriebene aus dem Erzgebirge, aus Böhmen, aus dem Sudetenland in Nauheim eine neue Heimat fanden, etablierte sich die Musikindustrie, war Grundlage auch für wirtschaftliche Expansion. Kunstwerke sind auch die "Nauheimer Kuppeln". Industriell hergestellte Kunststoffüberdachungen für Gebäude und Unternehmen, die sich durch moderne Industriekultur auszeichnen. Sie sind ein Markenzeichen, das Nauheims Ruf weltweit festig.
Musikinstrumente wurden und werden in international renommierten
Unternehmen hergestellt und weltweit vertrieben. Auch Bill Clinton,
ehemals Präsident der Vereinigten Staaten, weiß ein Saxophon, das aus
Nauheim kommt, zu schätzen. Musiker, denen Musik im Blut liegt, holen
sich den guten Ton aus Nauheim. Musik gehört in Nauheim zum Alltag.
Schon im Vorschulalter werden Kinder an das Musizieren, das unter anderem von der Nauheimer Musikschule angeboten wird, herangeführt.
Jugendmusikorchester musizieren auf dem Nauheimer Musikfest, das in jedem Jahr stattfindet - oder gehen auf Tournee ins Ausland. Musik wird
kultiviert, findet seinen Höhepunkt in Konzerten vor historischem Ambiente. In Nauheim ist der gute Ton zu Hause. Ob Klassik, Musical oder Irish Folk - ein interessiertes Publikum füllt die Säle, in denen auch Theater gespielt wird. Die Schauspieler - natürlich Nauheimer, die weit mehr als Laienschauspieler sind. Nauheim ist eine große Freilichtbühne: Im Regionalpark sind Jogger unterwegs, in den angrenzenden Wäldern erleben Naturfreunde eine einzigartige Flora und Fauna und auf den bäuerlichen Anwesen, bei den Direktvermarktern, entstehen Kontakte zwischen Alt- und Neubürgern, die Grundlage einer neuen Lebensqualität sind: In einer Gemeinde, in der Romantik und Standortbestimmung für die Zukunft nicht Widerspruch sind.
Musik gehört dazu - wann immer Nauheimer und ihre Freunde sich treffen:
Am Schwarzbach, in den Partnergemeinden Born, in Holland, in
Charvieu-Chavagneux, in Frankreich und überall dort, wo der gute Ton zu
Hause ist.




