Straßenbelag in der Dresdner Straße – was ist DSK?

21.08.2019

Verformungen der Fahrbahnoberfläche wie sie kürzlich in der Dresdner Straße zu beobachten waren, muten zunächst einmal ungewöhnlich an. Dass solche Eindellungen jedoch meist vorübergehend und unbedenklich sind, erklärt ein Blick auf das Herstellungsverfahren der Asphaltschicht.

 

Bereits seit 2011 werden in der Gemeinde Nauheim ausgemagerte Fahrbahnoberflächen zur Substanzerhaltung einem Verfahren unterzogen, das sich DSK (Dünne Asphaltdeckschichten in Kaltbauweise) nennt.

Dabei werden grobe und feine Gesteinskörnungen, Bitumenemulsion, Wasser und weitere Zusätze miteinander vermischt und im flüssigen Zustand auf die Straße aufgetragen. Mit Hilfe dieser Bauweise sollen Oberflächeneigenschaften der Fahrbahn verbessert, die Verkehrssicherheit erhöht und die Nutzungsdauer der Straßen verlängert werden. Die Nutzungsdauer kann so beispielsweise um etwa sieben bis zehn Jahre verlängert werden.

 

Das Abbinden der Bitumenemulsion dauert bei DSK bis zu drei Jahre, weshalb die oberste Asphaltschicht unmittelbar nach dem Auftragen eine gewisse Flexibilität beibehält und bei starken punktuellen Belastungen nachgeben kann. Durch die Schwerkraft und die Benutzung der Fläche durch den Straßenverkehr werden solche Unebenheiten meist jedoch wieder egalisiert.

Es kann also vorkommen, dass – wie derzeit in der Dresdner Straße – dunkle Flecken (Drehteller) im Asphalt entstehen oder die Ständer eines Motorrads sichtbare Eindellungen hinterlassen. Wird die Fahrbahnoberfläche weiterhin normal genutzt, gleichen sich diese Unebenheiten wieder aus.

 

In Bereichen von Parkbuchten, in denen kein regelmäßig fließender Verkehr stattfindet, muss gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt ein Ausgleich in Handarbeit erfolgen. Erfahrungsgemäß bleiben jedoch keine Spurrinnen oder Unebenheiten zurück.

 

DSK fand vor der Dresdner Straße unter anderem in der Thomas-Mann-Straße und der Schillerstraße Anwendung.

 

Foto: © Shivam Dewan auf Unsplash