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Asiatische Tigermücke

Der erste hessische Nachweis der Asiatischen Tigermücke erfolgte 2018 in Frankfurt. Mittlerweile wurde sie auch in Nauheim nachgewiesen. Für Bürgerinnen und Bürger gelten besondere Hinweise.

Erscheinungsbild

Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) ist eine auffällig gezeichnete Stechmückenart, die sich gut von heimischen Arten unterscheiden lässt. Sie ist relativ klein – etwa 3,5 bis 8 Millimeter groß – und besitzt einen tiefschwarzen Körper mit charakteristischen silberweißen Streifen. Besonders markant sind die gestreiften Hinterbeine, die durch weiße Schuppenringe auffallen. Auf dem Brustbereich (Thorax) verläuft eine gerade, silberweiße Linie.

Urspünglich stammt die Tigermücke aus den südostasiatischen Tropen und gilt dort als Überträger von Krankheitserregern wie dem Zika-, Chikungunya- oder Dengue-Virus. In Deutschland ist bisher kein Fall bekannt, bei dem ein Mensch durch den Stich einer Tigermücke erkrankt ist.

Präventive Maßnahmen

Die Tigermücke nutzt kleinste, künstliche Wasseransammlungen, auf deren Oberfläche sie ihre Eier ablegt. Solche Wasseransammlungen finden sich in Dachrinnen, Spielzeug, Blumenvasen, Pflanzenuntersetzern, Eimern, Regentonnen und auch in im Freien gelagerten Autoreifen.
Um die Entwicklung der Mücken schon im Larvenstadium zu verhindern, sollten alle Garten- und Balkonbesitzer darauf achten, jegliche Wasseransammlungen auf Ihrem Grundstück zu vermeiden. Regentonnen können beispielsweise verschlossen oder mit einem engmaschigen Netz bespannt werden. Das Wasser in Vogeltränken sollte wöchentlich gewechselt werden. Potenzielle Brutstätten sollen mit heißem Wasser ausgepült oder mit einer Bürste geschrubbt werden, um den Mücken ihre Fortpflanzungsmöglichkeiten zu nehmen. Naturnahe Gartenteiche können sogar helfen, die Anzahl der Tigermücken zu verringern, denn dort leben natürliche Feinde der Tigermücke, welche die Larven fressen. 

Das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege (HLfGP) stellt eine Checkliste zur Prävention und Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke, sowie ein ausführliches Infoblatt zur Verfügung.

Wer eine Tigermücke sieht, wird gebeten, die Sichtung mit einem Foto dem Hessischen Landesamt für Gesundheit und Pflege zu melden (klima@hlfgp.hessen.de).